Frauen, kümmert euch endlich selbst um die Geldanlage!

MünzgeldstapelDas Geld, das man besitzt, ist das Mittel zur Freiheit, dasjenige, dem man nachjagt, das Mittel zur Knechtschaft.

Das wusste schon Jean-Jacques Rousseau, und daran hat sich seit Rousseaus Zeiten wenig geändert: Für Menschen ohne auskömmliches Einkommen gibt es in unserer Gesellschaft zwar ein Mindestmaß an sozialer Sicherheit, dafür aber wenig Freiheit für die eigene Lebensgestaltung. Das ist kein Grund, das Geld anzubeten und ihm alles unterzuordnen. Aber es ist einer, sich mit dem Thema zu beschäftigen und dafür zu sorgen, dass das Geld seinen Zweck als Mittel für die Daseinsgestaltung so gut wie möglich erfüllt. Deswegen sollte jeder, der irgendwie in der Lage dazu ist, Geld nicht nur „auf die hohe Kante legen“, damit es da herumliegt, sondern es so anlegen, dass es sich vermehrt und dauerhaft mehr finanzielle Freiheit ermöglicht. Das gilt selbstverständlich für Männer und für Frauen gleichermaßen.

Frauen und Geldanlage - Handtasche, Geldscheine, Nagellackflasche

Warum kümmern sich dann Frauen so wenig bis gar nicht um das Thema Geldanlage?

Frauen und Geldanlage: Was stimmt hier nicht?

Geldanlage scheint zumindest in Deutschland Männersache zu sein. Warum nur? Diese Frage beschäftigt mich schon länger. Einige Beobachtungen aus jüngster Zeit haben mich zu diesem Text angeregt:

Phänomen 1: Frauen geben das Geld aus, Männer legen es an

In den meisten Familien, die ich kenne, verwalten die Frauen das Haushaltsgeld. Sie teilen es ein, geben es für die Dinge des täglichen Bedarfs aus, recherchieren nach günstigen Preisen und Finanzierungen für größere Anschaffungen und freuen sich, wenn sie am Monatsende etwas übrig haben und sparen können.

Das Ersparte wird dann für den Urlaub oder größere Anschaffungen verwendet. Aber wenn es darum geht, Geld anzulegen und etwas für die eigene Altersvorsorge zu tun, sind dieselben (überwiegend berufstätigen) Frauen plötzlich sehr zögerlich. Darum kümmern sie sich gar nicht bzw. überlassen das Thema ihren Männern. Bestenfalls haben Frauen eine (kleine) Lebensversicherung abgeschlossen und/oder einen Vertrag über vermögenswirksame Leistungen. Das gemeinsame Geld ist am ehesten als Festgeld angelegt.

Phänomen 2: Frauen sind bei Anlegerveranstaltungen unterrepräsentiert

Dieses Jahr habe ich einen Vortrag auf dem Börsentag in München gehalten. Von insgesamt 104 Referenten waren gerade einmal 7 (!) Frauen. Haben Frauen etwa über Geld nichts zu sagen?

Mein Vortrag zum Thema Finanzwissen für junge Leute auf dem Börsentag 2017

Die Besucher des Börsentags waren zu mindestens zwei Dritteln männlich. Dasselbe Bild ergab sich in Bezug auf die Besucher und die Vortragenden, als ich die Berichterstattung von der Messe Invest in Stuttgart verfolgte.

Ist Geld etwa ein Thema, das Frauen langweilt?

Phänomen 3: Frauen meiden Aktien

Laut der Gothaer Anlagerstudie 2017 spielt die Rendite für Frauen bei der Geldanlage kaum eine Rolle. Das heißt: Sogar diejenigen Frauen, die selbst Geld anlegen, orientieren sich nicht an einer möglichst hohen Verzinsung, sondern vor allem an der (vermeintlichen) Sicherheit einer Anlage.

Laut dieser Studie besitzen nur 14 Prozent der Anlegerinnen Fonds oder Einzelaktien (bei den Männern sind es immerhin 21 Prozent). 84 Prozent der befragten Frauen sind grundsätzlich nicht dazu bereit, Geld in Aktien oder Fonds zu investieren, weil ihnen das zu riskant ist. Leider gibt es halt bei den „sicheren“ Geldanlagen eine so niedrige Verzinsung, dass das angelegte Geld bei Berücksichtigung der Inflationsrate an Wert verliert, statt sich zu vermehren.

Phänomen 4: Frauen kaufen aber auch kein Gold

Auf dem Portal gold.de stieß ich auf einen Artikel mit dem Titel Gold als Geldanlage interessiert Frauen nicht.  Darin findet sich eine Grafik mit dem provokanten Titel Ist Gold zu wenig pink? Aus ihr geht hervor, dass von den Menschen, die über das Preisvergleichsportal Gold kaufen, nur 15 Prozent Frauen sind.

Goldbarren Nun kann man durchaus darüber streiten, wie nützlich Gold als Anlageobjekt ist. Ich persönlich sehe es eher als werterhaltenden Sicherheitsbaustein im Anlagemix denn als Renditeobjekt oder Element der Altersvorsorge. Aber wie kann es sein, dass Frauen in einer Zeit, in der viele Anleger verunsichert sind und Sicherheitsanker suchen, praktisch keine Goldbarren oder -münzen kaufen?

Warum nur interessieren Frauen sich nicht für Geldanlage?

Denn das ist der Schluss, den ich aus meinen Beobachtungen gezogen habe: Viele Frauen wollen sich einfach nicht mit Finanzfragen, Altersvorsorge und Geldanlage beschäftigen. Und zwar offensichtlich vor allem deswegen, weil sie das Thema für langweilig, unsexy, unweiblich (?), inhaltlich schwierig oder irgendwie moralisch minderwertig halten. Gehen Frauen und Geldanlage also einfach nicht zusammen?

„Geht nicht“ gilt nicht!

Nun werden manche einwenden, das seien Vorurteile. Das mangelnde Interesse liege schlicht daran, dass Frauen heute immer noch weniger Geld verdienen als Männer und deswegen keines zum Anlegen übrig hätten. Insbesondere die Alleinerziehenden, von denen ja der Löwenanteil weiblich ist, tauchen regelmäßig an der Spitze der Armutsgefährdeten auf. Klar, dass die weder Gold noch Aktien kaufen.

Das stimmt natürlich. Einerseits.

Andererseits sollte gerade das Wissen darum, dass heute viele Partnerschaften und Ehen scheitern, dazu führen, dass Frauen sich nicht vertrauensselig in das Mutter- und Hausfrauendasein stürzen, ohne finanziell vorzusorgen bzw. mit ihrem Partner einen Ausgleich auszuhandeln.

Grundsätzlich ist es zu empfehlen, dass Frauen auch als Mütter wenigstens in Teilzeit Geld verdienen und den Kontakt zur Arbeitswelt halten. Das allein ist aber nicht genug. Wenn einer der Partner die unbezahlte Familien- und Hausarbeit zum Löwenanteil oder gar vollständig übernimmt, sollte es selbstverständlich sein, dass er dafür kein Taschengeld erhält, sondern einen gerechten Anteil am Haushaltseinkommen. Einen Teil davon sollte er – bzw. sie, denn meist wird der nicht oder wenig berufstätige Partner die Frau sein – für sich selbst anlegen, ganz besonders, wenn die Partnerschaft ohne Trauschein gelebt wird. Und davon wiederum am besten einen Teil in Aktienfonds, der höheren Rendite wegen.

Echten Wertzuwachs gibt es am einfachsten über Aktien

Nach wie vor sind für eine längerfristige Geldanlage Aktienfonds aus Renditegründen unverzichtbar. Mit einer geschickten Auswahl kann man das Risiko begrenzen. Das Wissen darum ist keine Hexerei, das kann frau sich leicht aneignen. Männer werden übrigens auch nicht mit dem entsprechenden Wissen geboren, sie müssen es ebenfalls erst erwerben.

Dazu empfehle ich Ihnen (Männern wie Frauen) zum Beispiel das Standardwerk zum Thema, das die Finanzexpertin Judith Engst mit ihrem Coautor Rolf Morrien geschrieben hat:

Börse leicht verständlich: Von der Depot-Eröffnung zum optimalen Depot
(Partnerlink zum Verlag)

Erschienen ist es im November 2016 in der mittlerweile 6. Auflage im FinanzBuch Verlag. Spätestens nach dieser Lektüre oder der eines ähnlichen Einsteigerwerkes dürfte klar sein: Es ist weder für Frauen noch für Männer besonders schwierig, ein Depot zu eröffnen und sinnvoll zu bestücken.

Frauen und Geldanlage passen genauso gut zusammen wie Männer und Geldanlage. In Sachen Altersvorsorge vielleicht sogar besser, denn tendenziell gehen Frauen hier mit kühlerem Kopf zu Werke und geben nicht so leicht ihrem Spiel- bzw. Zockertrieb nach wie Männer. Ich kenne auch Fälle, in denen Männer aus einer gewissen Selbstüberschätzung heraus eine Menge Geld mit Finanzderivaten „verspielt“ haben; das ist natürlich ihr Privatvergnügen, wenn sie es mit ihrem eigenen Geld tun, aber nicht mehr, wenn es das gemeinsame Ersparte ist oder das, das sie im Auftrag ihrer Frauen für diese (mit-)verwalten.

Auch Riester tut Frauen richtig gut

Ich selbst „riestere“ nicht, weil ich auch mit kleinen Kindern durchgehend berufstätig war und auf andere Weise vorsorge. Aber gerade Frauen mit familienbedingten Jobpausen und/oder geringem Verdienst können von der viel geschmähten Riester-Rente enorm profitieren. Nicht unbedingt von den renditeschwachen Riester-Lebensversicherungen oder den unflexiblen Wohnriester-Verträgen. Aber es gibt inzwischen Angebote, die eine Anlage in Aktienfonds mit geringen Verwaltungskosten ermöglichen. Sie müssen sie nur nutzen!

Dazu ein Beispiel:

Meine 19-jährige Tochter hat gerade ihren Riestervertrag bei fairr.de abgeschlossen, wo es einen Riester-ETF gibt. (Ein ETF ist ein Fonds, der nicht aktiv von einem Fondsmanager gesteuert wird, sondern der Bewegung eines Korbs an Aktien automatisch folgt und deswegen niedrigere Kosten hat.) Da sie derzeit Praktikantin ist und danach eine Ausbildung macht, bekommt sie für 60 Euro Eigenanteil im Jahr eine staatliche Grundzulage von 154 Euro plus den einmaligen Berufseinsteigerbonus von 200 Euro. Sie hat also 60 Euro eingezahlt und bekommt dafür 414 Euro (abzüglich der Verwaltungskosten) auf ihrem Riesterkonto gutgeschrieben.

Wenn sie später einmal zwei Kinder hat und in Elternzeit oder noch länger zuhause ist, gibt es neben der Grundzulage je Kind weitere 300 Euro Kinderzulage. Das heißt: Selbst wenn sie gar kein Geld verdient und nichts selbst ansparen kann, landen mit einem Eigenanteil von 60 Euro im Jahr (und den kann jede Frau aufbringen!) 814 Euro auf ihrem Altersvorsorgekonto. Da das Geld überwiegend in Aktien angelegt wird, kann sie von einer deutlich höheren Rendite profitieren als es bei anderen Anlageprodukten der Fall wäre.

Natürlich hat sich meine Tochter nicht von sich aus mit dem Thema beschäftigt, sondern weil ich sie dazu angestiftet und gedrängt habe. Sie hat zwar über die vielen Formulare gestöhnt, ist aber nun doch ganz froh über ihren Vertrag.

Es macht halt auch ein bisschen Mühe, sich um sein Geld und seine Altersvorsorge zu kümmern. Die ist aber gut investiert. Das Thema ist einfach zu wichtig, um es zu ignorieren bzw. den Männern zu überlassen! Frauen tut eigenes Geld genauso gut wie Männern, Frauen und Geldanlage können ein perfektes Paar werden – wenn Frauen sich endlich ernsthaft damit beschäftigen!

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Impressionen aus Chemnitz: Kunst & Kontraste

Karl Marx-Kopf in Chemnitz

Ende April war ich zum ersten Mal in meinem Leben in Chemnitz, um dort ein Inhouse-Seminar zu halten. Ich habe die Gelegenheit gleich genutzt, um mir die Stadt mal genauer anzusehen. Ich wusste vorher nicht viel über sie, außer, dass sie zu DDR-Zeit Karl-Marx-Stadt hieß und nach der Zerstörung im Krieg als sozialistische Musterstadt aufgebaut wurde.

Tatsächlich ist Karl Marx in Chemnitz schwer präsent

„Schwer“ ist wörtlich zu verstehen, denn der Bronzekopf auf dem Sockel wiegt etwa 40 Tonnen.

Karl Marx-Monument Chemnitz

Lustig daran finde ich, dass der echte Karl Marx in Wirklichkeit nie in Chemnitz war. Naja, macht nichts. Dafür bietet er eine bequeme Fläche zum Anlehnen:

Karl Marx-Kopf in Chemnitz

Auch sonst finden sich in Chemnitz sozialistische Figurengruppen, die sich weniger durch ihre Ästhetik als durch ihre bombastischen Titel auszeichnen. Eine heißt zum Beispiel Kampf und Sieg der revolutionären deutschen Arbeiterklasse. Sie ist so hässlich, dass ich sie nicht fotografiert habe. Daneben gib es aber auch jede Menge anderer, durchaus ansprechender Werke im öffentlichen Raum, etwa den Neeberger Torso beim Roten Turm …

Neeberger Torso in Chemnitz von hinten

oder diese sinnende Dame am Schlossteich:

Skulptur auf der Schlossteichinsel in Chemnitz

Überhaupt ist es am Schlossteich sehr hübsch. Der Teich ist umgeben von einem gepflegten Park mit Kunstwerken und einem Abenteuerspielplatz. Von hier hat man auch einen guten Blick auf das Schloss, die Schlosskirche – und den bunt geringelten Turm des örtlichen Kohlekraftwerks.

Schlosskirche und Lulatsch in Chemnitz

Der Turm ist übrigens das höchste Bauwerk Sachsens, er wird vor Ort auch „Lulatsch“ genannt. Unterhalb des Schlosses gibt es noch ein paar alte, perfekt restaurierte Fachwerkhäuser, in denen sich Restaurants etabliert haben. Im Kellerhaus habe ich gut und preiswert gegessen, die Bedienung war sehr freundlich.

Restaurant Kellerhaus am Schlosspark in Chemnitz

Impressionen aus Chemnitz vom Kaßberg

Mein Kunde hat sein Geschäftsgebäude auf dem Kaßberg, einem der sieben Hügel von Chemnitz. Dort befindet sich (das wusste ich vorher auch nicht) eines der größten zusammenhängenden Gründerzeit- und Jugenstilviertel Europas. Hier hat die Stadt ein völlig anderes Gesicht:

Straßenzug auf dem Kaßberg

Straßenzug auf dem Kaßberg

die Kyffhäuser Burg auf dem Kaßberg

Jugendstil-Ornamente auf dem Kaßberg

Auf dem Kaßberg gibt es auch nette kleine Läden, Handwerksbetriebe und Cafés. In diesem Viertel findet sich, im Gegensatz zum Stadtzentrum, wenig Streetart.

Streetart in Chemnitz

Zu den buchstäblich farbigsten Impressionen aus Chemnitz zählen für mich nämlich die Graffiti-Kunstwerke. Natürlich gibt es hier auch die pubertäre Variante, bei der es darum geht, seinen Namenszug/Tag so oft und so groß wie möglich zu hinterlassen. Aber es gibt auch kunstvolle Streetart, die das Stadtbild wirklich aufpeppt.

Streetart Chemnitz - Superhelden

Streetart Chemnitz - Superheld in Großaufnahme

Streetart Chemnitz - Unterführung

Streetart Chemnitz - Upset und Lulatsch

Impressionen aus Chemnitz - Streetart im Hinterhof

Besonders gut gefallen haben mir die kreativen Verschönerungsaktionen an den Stromverteilerkästen, die im Normalzustand ja nicht sehr attraktiv aussehen. Mit so einem grünen oder bunten Kerlchen drauf aber schon:

treetart Chemnitz - Stromverteilerkasten mit grünem Pokemon

Streetart Chemnitz - Stromverteilerkasten mit rotem Kopf

Einige dieser Verteilerkästen sind sogar im Auftrag der örtlichen Energieversorgers bemalt worden. Der Graffiti- und Tattoo-Künstler Friedrich Benten Benzler hat sich hier für Meerestiere als Motive entschieden. Sind die nicht toll?

Streetart Chemnitz - Stromverteilerkasten mit Seepferdchen

Streetart Chemnitz - Stromverteilerkasten mit Delfinen

Mein Fazit:

Chemnitz ist eine Reise wert. Ich freue mich schon auf mein zweites Inhouse-Korrespondenzseminar bei der Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft e. G. im September. Bis dahin sitzt ihr Maskottchen auf meinem Schreibtisch und erinnert mich an den schönen Aufenthalt und den fröhlichen und produktiven Seminartag.

Maskottchen der Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft auf meinem Schreibtisch

Auf Wiedersehen, Chemnitz – bis September!

Marco Polo Allgäu: Mein erster Allgäu-Reiseführer ist erschienen!

Cover-Ausschnitt Marco Polo Allgäu

Endlich waren sie in der Post: Meine Belegexemplare für den Marco Polo-Reiseführer Allgäu, den ich 2016 komplett überarbeitet und aktualisiert habe. Die ursprüngliche Autorin, Andrea Reidt, hatte ihn abgegeben, nun werde ich ihn weiter als Koautorin betreuen. Einige Kapitel habe ich komplett neu geschrieben (z. B. „Fakten, Menschen & News“ und „Mit Kindern unterwegs“), andere nur aktualisiert.

Neu im Verlagskonzept und ebenfalls ganz neu erarbeitet ist das Kapitel mit den „Erlebnistouren“. Für diese wurde sogar eine eigene Touren-App entwickelt. Hier auf meinem Allgäu-Blog stelle ich den Band genauer vor. Sie können ihn auch gleich bei Amazon bestellen (Partnerlink): MARCO POLO Reiseführer Allgäu: Reisen mit Insider-Tipps. Inklusive kostenloser Touren-App & Update-Service

Cover und Umschlag

Meine sonstigen Allgäu-Projekte stelle ich auf der Seite Allgäu-Reiseführer vor.

Finanzwissen für junge Leute – mein Vortrag auf dem Börsentag 2017

Niemals pleite!-Verkaufstisch

Finanzwissen für junge Leute (und deren Eltern): So lautete das Thema des Vortrags, den ich gestern auf dem 4. Börsentag in München gehalten habe. Als Rednerin eingeladen hatte mich der FinanzBuch Verlag, in dem mein Buch Niemals pleite! Alles über die ersten eigenen Finanzen erschienen ist.

Mein Vortrag zum Thema Finanzwissen für junge Leute auf dem Börsentag 2017

Gekommen waren rund 40 Zuhörer, darunter einige junge Leute, die demnächst ihren ersten eigenen Hausstand gründen wollen. Auch Eltern, Lehrer und eine Professorin saßen im Publikum, denen die Vermittlung von Finanzwissen an ihre Kinder bzw. Schüler und Studenten ein Anliegen ist. Danke für die konzentrierte und interessierte Teilnahme!

Eindrücke vom Börsentag 2017

Das MOC, in dem der Börsentag stattfindet, kannte ich vorher nicht. Es ist ein großzügiger, heller und angenehmer Veranstaltungsort.

MOC München Außenansicht

MOC Eingang

Trotz des schönen Wetters und diverser Straßen- und U-Bahn-Sperrungen wegen einer Bombenräumung in der Nachbarschaft war die Finanzmesse gut besucht. Zwei Ausstellungsräume mit etwa 80 Ausstellern und etliche Seminarräume für Vorträge füllten sich während das Tages nach und nach (das Foto ist morgens entstanden) – glücklicherweise ohne größeres Gedränge.

MOC Messehalle am Börsentag 2017

Auch der Stand des FinanzBuch Verlags, der erstmals eine eigene Vortragsreihe im Angebot hatte, war gut besucht. Ich musste eine ganze Weile warten, bis er leer genug für ein Foto war, auf dem man nicht nur Menschen, sondern vor allem Bücher sieht …

Stand FinanzBuch Verlag am Börsentag München 2017

Und es ist natürlich immer wieder schön, das eigene Buch so prominent platziert zu sehen 🙂

Niemals pleite!-Verkaufstisch

Das Vortragsprogramm zum Börsentag 2017

Ich selbst hatte leider nicht so viel Zeit, andere Vorträge zu besuchen, sondern war als Zuhörerin nur bei einer Referentin des Fondsanbieters Lyxor zum Thema „Inflation im Fokus“. Ich muss aber gestehen, dass ich die vorgestellten Anleihe-ETFs, die entweder inflationsgebunden oder unter Berücksichtigung der Inflationserwartung konstruiert sind, nicht wirklich verstanden habe. Daher halte ich mich an die alte Anlegerregel für derartige Fälle: Finger weg!

Auch die übrigen Vorträge richteten sich vorwiegend an erfahrene Anleger und Trader, die selbst beurteilen können, welche Produkte und Anlagetipps sie für sinnvoll halten. Mein Vortrag zum Thema Finanzwissen für junge Leute hat dagegen praktisches Basiswissen vermittelt und war insofern eine gute Ergänzung des Programms.

Was mir allerdings aufgefallen ist: Es waren nur wenige Frauen auf dem Börstentag, und zwar sowohl unter den Referenten als auch unter den Besuchern. Auch deswegen habe ich inzwischen einen eigenen Post zum Thema Frauen und Geldanlage geschrieben – es ist wirklich höchste Zeit, dass Frauen sich selbst um ihr Geld kümmern!

Einladung zu meinem Vortrag auf dem Börsentag 2017

Am 25. März 2017 findet wieder der Börsentag München statt. Es handelt sich um eine Finanzmesse für Privatleute, auf der sich Interessierte über das Thema Finanzen mit Schwerpunkt Aktien, Anleihen und alternativen Anlagemöglichkeiten informieren können. Aussteller sind zahlreiche Banken, Vermögensverwalter, Fachverlage und Organisationen wie der Verbund Deutscher Honorarberater, die Börsen Stuttgart und Frankfurt sowie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Zusätzlich gibt es ein umfangreiches Vortragsprogramm.

Auch ich werde einen Vortrag auf dem Börsentag 2017 halten

Ich werde über das Finanzwissen sprechen, über das junge Leute vefügen sollten, wenn sie ihren ersten eigenen Hausstand gründen. Der Vortrag richtet sich an junge Haushahltsgründer selbst, aber auch an Eltern und Großeltern, die ihre Kinder und Enkel beraten und unterstützen möchten. Ich freue mich auf viele Zuhörer!

Mein Vortrag auf dem Börsentag 2017

Sowohl der Eintritt zum Börsentag als auch der Besuch der Vorträge sind für Besucher kostenfrei.

Zur Vertiefung empfehle ich natürlich den Ratgeber Niemals pleite! (Partnerlink), den ich gemeinsam mit meiner Kollegin Cordula Natusch im FinanzBuch Verlag veröffentlicht habe.

Impressionen von der Messe free in München

Als langjährige Allgäu-Bloggerin und frischgebackene Reiseführer-Autorin habe ich heute zum ersten Mal die Messe free in München besucht. Die Reise- und Freizeitmesse schreibt sich übrigens korrekt f.re.e – als Abkürzung für Freizeit, Reise, Erholung. Der Messebesuch selbst war nicht direkt erholsam, aber doch intereressant und kurzweilig.

Das Allgäu präsentiert sich auf der Messe free in München 2017 in Halle A5

Natürlich habe ich zunächst den Gemeinschaftsstand der Regionen Allgäu und Bayrisch Schwaben besucht, dort meine schönen neuen Visitenkarten abgegeben und die neuesten Kataloge eingesteckt.

f.re.e 2017 - Stand Allgäu und Bayrisch Schwaben

Die Halle mit den deutschen und österreichischen Destinationen war recht gut besucht. Lustig fand ich, dass Mecklenburg-Vorpommern hier direkt neben der Region Stuttgart liegt.

Messe free München - Mecklenburg-Vorpommern neben Stuttgart

Der Bayerwald präsentierte sich sehr kreativ:

Bodenmais-Stand auf der Messe free in München 2017

Und die Österreicher ließen es optisch ordentlich krachen:

Riesenlederhose auf der free 2017

Dagegen ist unser Allgäu doch recht bescheiden im Auftritt. Da wäre schon noch Luft nach oben für eine der beliebtesten deutschen Destinationen …

Ansonsten habe ich mich noch ein bisschen umgesehen, ein wunderbares griechisches Olivenöl verkostet und gekauft und bei einem sehr netten tunesischen Kunsthandwerker ein Armband für meine Tochter erstanden. Ein bisschen Reise- und Freizeitfeeling wollte ich auf der free ja auch haben.

Olivenöl-Stand auf der free 2017 in München

tunesischer Handwerker auf der Messe f.re.e in München

Und dann war da noch dieser sehr interessante Vortrag über eine Weltreise per Schiff – aber ich bleibe dann doch erst einmal hier tief im Allgäu 🙂

Weitere Reiseblogger-Berichte von der f.re.e 2017 finden Sie z. B. bei Julia von notyourcomfortzone.com unter Unterwegs auf der Reisemesse f.re.e und bei Conny von diestreunerin.at unter Reisemesse free.

Rezension zu Einfach Denken! von Richard E. Nisbett

Warum habe ich eigentlich eine Rezension zu Einfach Denken! geschrieben? Denken ist ja nun wirklich einfach. Schließlich tun wir es seit frühester Kindheit praktisch pausenlos. Seid wir auf der Welt sind, machen wir Beobachtungen und Erfahrungen und ziehen daraus unsere Schlüsse. Wir entdecken Zusammenhänge und erkennen Muster. So entwickeln wir Hypothesen und treffen Entscheidungen.

Das Dumme ist nur: Wir wissen gar nicht, WIE wir eigentlich zu unseren Schlussfolgerungen kommen. Uns ist vor allem nicht klar, dass wir dabei typischerweise eine Menge Fehler machen. Diese sind zwar völlig normal, führen uns aber zu falschen Schlüssen und schlechten Entscheidungen.

Um es mit den Worten von Richard E. Nisbett, Professor für Psychologie an der University of Michigan, zu sagen:

„Die schlechte Nachricht ist, dass unsere Überzeugungen zu vielen wichtigen Aspekten der Welt oft schmerzlich falsch sind und wir bei der Art und Weise, sie zu erwerben, häufig grundlegende Fehler begehen.“ (S. 347)

Zum Glück können wir auch über das Denken nachdenken und einigen unserer typischen Denkfehler auf die Spur kommen. Fehler, die man kennt, kann man (zumindest teilweise) vermeiden. Zu diesem Zweck hat Nisbett sein Buch geschrieben.

Coverfoto zur Rezension zu Einfach Denken! von Richard E. Nisbett

Und ich habe eine Rezension zu Einfach Denken! geschrieben. Das Buch gliedert sich in fünf Teile, die jeweils mehrere Unterkapitel enthalten.

Teil I Nachdenken über das Denken

Hier geht es gleich richtig in die Vollen. Es werden nämlich jede Menge typischer Denkfallen erläutert, in die wir tappen, wenn wir uns ein Bild von der Welt und den Geschehnissen darin machen. Die können sehr banal sein, zum Beispiel:

  • Stereotype. Menschen wirken auf Fotos in Dating Portalen nachweislich attraktiver auf die Betrachter, wenn sie etwas Rotes tragen oder wenigstens einen roten Rand um ihr Bild legen (rot = sexy).
  • Framing. Unsere Meinung zu Dingen hängt davon ab, in welcher Reihenfolge und mit welchen Worten sie uns präsentiert werden (Freiheitskämpfer oder Terrorist? Erderwärmung oder Klimaüberhitzung?).
  • Aufwandsheuristik. Projekte, in die wir viel Zeit investiert haben, beurteilen wir als wertvoller als andere, und zwar unabhängig von ihrem Ergebnis und dessen Wirkung.
  • Verfügbarkeitsheuristik. Je schneller uns Beispiele für ein Ereignis in den Sinn kommen, desto häufiger und plausibler scheint uns das Ereignis zu sein – völlig unabhängig von der tatsächlichen Häufigkeit, in der es eintritt.

Der größte, häufigste und uns leider am wenigsten bewusste Fehler ist der „fundamentale Attributionsfehler“. Damit bezeichnet Nisbett die Tatsache, dass wir bei der Beurteilung eines Menschen innere Faktoren überbewerten und den Einfluss der Situation unterbewerten bzw. überhaupt nicht wahrnehmen.

Nisbett schildert dazu unter anderem den Fall eines Professorenkollegen, der sowohl einen Kurs in Statistik als auch einen in Kommunikation hielt und am Ende des Semesters von den Studenten evaluiert wurde. Die Teilnehmer am Statistikkurs beschrieben den Mann als streng, humorlos und ziemlich kalt. Die Studenten, die im selben Semester den Kommunikationskurs besucht hatten, bewerteten ihn als flexibel, lustig und warmherzig.

Tja, er ist tatsächlich ziemlich fundamental, dieser Attributionsfehler. Oder, wie Nisbett folgert:

„Achten Sie mehr auf den Kontext. (…) Verändere das Umfeld, und du veränderst den Menschen.“ (S. 67)

Teil II Die einstmals trübsinnige Wissenschaft

Dieses Kapitel hat mir als Diplom-Kauffrau besonders gut gefallen, denn hier geht es um ökonomisches Denken und was wir davon lernen können: Kosten-Nutzen-Analysen zum Beispiel. Dazu rät Nisbett:

„Erstellen Sie um jeden Preis eine Kosten-Nutzen-Analyse für die Entscheidungen, die Ihnen wirklich etwas bedeuten. Und dann werfen Sie sie weg.“ (S. 102)

Sie können dann nämlich getrost nach Ihrem Gefühl entscheiden – nach Ihrer Analyse wissen Sie schließlich, was Sie zu verlieren oder gewinnen haben und ob es Ihnen das wert ist.

Daneben geht es um versunkene Kosten (wir neigen leider alle dazu, gutes Geld dem schlechten hinterherzuwerfen), Opportunitätskosten (wer sich für eine Option entscheidet, verzichtet auf den Nutzen einer anderen) und die Verlustaversion. Letztere führt beispielsweise bei der Geldanlage häufig zu teuren Fehlentscheidungen.

Teil III Kodieren, Zählen, Korrelation und Kausalität

Ich fand Statistik an der Uni nicht uninteressant, aber eher schwierig. Das liegt bestimmt auch daran, dass ich in keinem Lehrbuch so anschauliche und superleicht verständliche Statistik-Lektionen gefunden habe, wie Nisbett sie liefert. Allen, die am liebsten schreiend wegrennen würden, wenn nur das Wort „Statistik“ fällt, sei dieses Buch wärmstens empfohlen.

Denn nur wer ein paar statistische Grundlagen verstanden hat, kann die so gerne zur Belegung jeglicher Thesen zitierten Studien kritisch hinterfragen. Angefangen vom Problem der zu kleinen und verzerrten Stichproben über die Überbewertung von Interviews und die Bedeutung der Standardabweichung bis hin zur Verwechslung von Korrelation und Kausalität. Gerade letztere liegt ja häufig vor, wenn es heißt: „Eine neue Studie belegt, dass …“

Teil IV Experimente

Experimente sind laut Nisbett der Königsweg zur Erkenntnis, weil sie konkretes Verhalten messen statt verbaler (Selbst-)Einschätzungen. Besonders erkenntnisträchtig sind seiner Erfahrung nach so genannte A/B-Tests. Vorausgesetzt natürlich, das Experiment wurde „sauber“ angelegt und die Zuweisung zu den Vergleichsgruppen erfolgte strikt zufällig.

„Wenn man nicht weiß, welche von zwei Interventionen oder Verfahren sich besser eignet, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, vergleicht man die beiden, indem man mit einem Münzwurf entscheidet, auf wen man Intervention A anwendet und auf wen Intervention B. Dann sammelt man Daten, die für die betreffende Frage relevant sind, und analysiert sie, indem man mit Hilfe eines statistischen Tests den Durchschnitt von A mit dem Durchschnitt von B vergleicht.“ (S. 193)

Kritisch ins Gericht geht der Psychologieprofessor dagegen mit den so beliebten multiplen Regressionsanalysen, denen er vor allem das Potenzial zur Irreführung bescheinigt. Schon deswegen, weil es normalerweise gar nicht möglich ist, ALLE kausalen Einflüsse zu erfassen und diese reliabel (zuverlässig) und valide (gültig) zu messen.

Teil V Geradlinig und um die Ecke gedacht

Die beiden Kapitel zur Logik und zum dialektischen Schlussfolgern sind ebenfalls hochinteressant. Zunächst geht es um die Grundlagen des logischen Denkens, die von den griechischen Philosophen er- bzw. gefunden wurden. Dazu gibt es ein paar hübsche Logik-Tests, die mich ganz schön ins Schwitzen gebracht haben. Immerhin habe ich den Trost, dass die meisten Menschen die Plausibilität mit der Gültigkeit eines Arguments verwechseln …

Anschließend gibt es einen Ausflug ins eher ganzheitlich-dialektische Denken des asiatischen Kulturkreises, das tatsächlich anders, aber nicht immer „besser“ ist als das logisch-analytische westliche Denken. Die Überlegungen Nisbetts dazu, wie sich beide Denkweisen ergänzen und jeweils die Schwächen der anderen ausgleichen können, fand ich sehr bereichernd.

Teil VI Weltwissen

Zum Abschluss dieses gelungenen Buches zieht der Professor nochmals genüsslich vom Leder, plädiert für möglichst einfache Lösungen und das Zurechtstutzen überkomplizierter Theorien mit Ockhams Rasiermesser. Vor allem aber wirbt er für einen gesunden Realitätssinn und mokiert sich über die Vertreter der Postmoderne und deren Auffassung, dass es überhaupt keine Fakten gäbe, sondern nur geteilte Interpretationen der Realität. Für den realistisch orientierten und an zahlreichen A/B-Tests gestählten Psychologen gibt es selbstverständlich Fakten, nämlich die, die durch menschliches Verhalten geschaffen werden. Sein Anliegen ist es, unser Verhalten für uns selbst transparenter und zielführender zu machen.

„Die gute Nachricht ist die Kehrseite der schlechten. Schon bevor Sie dieses Buch gelesen haben, wussten Sie, dass Sie fehlbar sind. Nun wissen Sie sehr viel mehr über die Hintergründe und was sie dagegen tun können. Dieses Wissen wird Ihnen helfen, die Welt genauer wahrzunehmen und klüger zu handeln.“ (S. 348 f.)

Das kann ich nach der Lektüre dieser sehr lesenswerten und durchaus unterhaltsamen 356 Seiten nur bestätigen. Danke, Herr Nisbett, für dieses Buch. Falls Sie es nach meiner Rezension zu Einfach Denken! kaufen möchten, können Sie das zum Beispiel hier tun (kein Partnerlink).

Falls Sie sich für weitere Rezensionen interessieren, die ich verfasst habe, klicken Sie einfach auf einen dieser Links:

Tony Robbins: Wie aus kleinen Veränderungen große Unterschiede werden

Katja Eckardt: Reichtum ist Frauensache

Bernhard Pörksen und Friedemann Schulz von Thun: Kommunikation als Lebenskunst

Stefan Gottschling: Texten! Das So-geht’s-Buch

Meine neuen Reisejournalismus-Visitenkarten

Heute sind meine neuen Visitenkarten bei mir angekommen. Ich habe sie für meine Reiseblogger- und Reiseführer-Rechercheaktivitäten entwerfen lassen. Sind sie nicht schön geworden? Ich werde sie nächste Woche auf der f.re.e in München erstmals einsetzen und hoffe natürlich auf viele begeisterte Reaktionen 🙂

Meine neuen Allgäu-Reiseblogger Visitenkarten

Der Dank dafür gebührt Martina Gabriel von mg grafik-design, die mich wie immer sehr gut beraten, die Karten gestaltet und den Druck für mich abgewickelt hat.

Finanztipps für junge Leute: Link zu einem Interview mit mir

Auf dem Blog www.organisation-mit-sabine.de ist heute ein Interview mit mir erschienen. Darin geht es um die Frage, warum gerade junge Leute sich mit dem Thema Geld beschäftigen sollen und wie sie den Überblick über ihre Finanzen bekommen. Außerdem gibt es konkrete Tipps dazu, welche Versicherungen junge Leute, die zum ersten Mal ihren eigenen Haushalt führen, unbedingt brauchen. Zum Interview.

Mehr über das Buch Niemals pleite! Alles über die ersten eigenen Finanzen, das ich mit meiner Kollegin Cordula Natusch geschrieben habe, lesen Sie hier.