7 gute Geld-Nachrichten für 2018

Geldscheine

Manchmal könnte man das Gefühl bekommen, nur schlechte Nachrichten seien einen Bericht bzw. eine Diskussion wert. Und überhaupt herrscht derzeit angesichts der politischen Entwicklungen in Deutschland, Europa und der Welt eher eine gewisse Skepsis vor. Dabei gibt es auch eine Menge positiver Entwicklungen und erfreulicher Aussichten für 2018. Sieben davon, die mit Geld und Finanzen zu tun haben, habe ich hier für Sie zusammengefasst:

7 gute Geld-Nachrichten für 2018

Das sind die Gründe, warum Sie dem Jahreswechsel positiv gestimmt entgegensehen können:

1. Das Wirtschaftswachstum verstärkt sich

Die Forschungsinstitute rechnen 2018 mit dem stärksten Wirtschaftswachstum seit 2011: Mehr als 2 Prozent sollen es sicher werden.

2. Die Beschäftigung nimmt zu, die Arbeitslosigkeit sinkt weiter

Im Oktober 2017 war die Zahl der Arbeitslosen erstmals seit der Wiedervereinigung niedriger als 2,4 Millionen. Die Arbeitslosenquote fiel auf 5,4 Prozent, so niedrig war sie seit 1991 nicht mehr. Für 2018 erwarten die Experten einen weiteren Anstieg der Beschäftigung und einen weiteren Rückgang der Arbeitslosenzahlen.

3. Die Staatsverschuldung nimmt erstmals ab

Vor 22 Jahren hat der Bund der Steuerzahler eine öffentliche Schuldenuhr installiert, die die Staatsschuldensumme insgesamt und pro Kopf sowie die Veränderung der deutschen Gesamtverschuldung pro Sekunde darstellt. Bisher lief sie nur in eine Richtung: nach oben. 2018 wird sie rückwärts laufen, bereits seit Dezember 2017 sinkt der angezeigte Schuldenstand um 78 Euro pro Sekunde. 2019 soll dann das „Maastricht-Kriterium“ einer Verschuldung von höchstens 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts endlich wieder erreicht werden (2017 lag sie bei 65,75 Prozent).

4. Die Krankenkassenbeiträge sinken

Genau genommen bleibt zwar der gesetzliche Beitragssatz von 14,6 Prozent unverändert, aber das Gesundheitsministerium hat angesichts der vollen Kassen den durchschnittlichen Zusatzbeitrag (den die Arbeitnehmer allein tragen) von 1,1 auf 1,0 Prozent gesenkt. Einige Krankenkassen verlangen sogar nur 0,8 oder 0,9 Prozent. Wer sehr gut verdient, zahlt allerdings möglicherweise trotzdem mehr, weil die Beitragsbemessungsgrenzen steigen.

5. Der Rentenversicherungsbeitrag sinkt

2017 liegt er bei 18,7 Prozent, ab Januar 2018 verringert er sich um einen Zehntelprozentpunkt auf 18,6 Prozent. Durchschnittsverdiener sparen dadurch 20 Euro im Monat. Gutverdiener sparen allerdings weniger oder gar nichts, weil die Beitragsbemessungsgrenzen weiter steigen (im Westen von 6.350 auf 6.500 Euro, im Osten von 5.700 auf 5.800 Euro). Immerhin: Die Beiträge zur Pflegeversicherung bleiben 2018 stabil und sollen es sogar bis 2022 bleiben.

6. Der steuerliche Grundfreibetrag („Existenzminimum“) steigt

2018 beträgt er für Erwachsene 9.000 Euro, für Kinder 4.788 Euro (2017: 8.820 Euro bzw. 4.716 Euro). Damit hängt der Anstieg des Kindergeldes um jeweils 2 Euro im Monat zusammen; für das erste und zweite Kind gibt es 194 Euro, für das dritte 200 Euro und ab dem vierten 225 Euro.

7. Riester-Sparer bekommen eine höhere Grundzulage

Das lohnt sich vor allem für Geringverdiener: Wer die vollen Riesterbeiträge zahlt, also mindestens 4 Prozent seiner Einkünfte pro Jahr (Höchstgrenze: 2.100 Euro abzüglich Zulage), bekommt als volle Zulage 175 Euro und damit 21 Euro mehr als noch im Jahr 2017.

Das sind wirklich gute Geld-Nachrichten für 2018!

Mein Rat: Nutzen Sie die positiven Entwicklungen, um Ihre eigene Finanzlage zu verbessern. Die monatlich eingesparten Renten- und Krankenversicherungsbeiträge könnten Sie zum Beispiel in einen ETF-Sparplan einzahlen (die gibt es ab einer Sparrate von 25 Euro im Monat) und sich damit ein Pölsterchen fürs Alter ansparen. Azubis, Frauen in Elternzeit und Geringverdiener sollten 2018 ernsthaft über den Abschluss eines Riestervertrags nachdenken, wenn sie es bisher noch nicht getan haben.

Sie wissen nicht, was ein ETF-Sparplan ist und wie Sie einen solchen abschließen können?

Dann empfehle ich Ihnen den hervorragenden Ratgeber meiner Kollegin Judith Engst (Co-Autor: Rolf Morrien): Wie lege ich 5.000 Euro optimal an? (Partnerlink*). Hier wird auch für kleinere Anlagesummen gut verständlich erklärt, was ein ETF ist, welchen Nutzen er bietet und wie Sie einen Sparplan anlegen können.

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