Kleiner Streetart-Streifzug durch Chemnitz

Der Chemnitzer Karl-Marx-Kopf im Profil

Letzte Woche war ich zum zweiten Mal in diesem Jahr in Chemnitz, um dort ein Seminar bei der Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft eG zu halten. Schon bei meinem Besuch im April war ich fasziniert von dieser ungewöhnlichen Stadt, die neben einem architektonischen Potpourri auch viel Kunst im öffentlichen Raum zu bieten hat. (Hier geht es zu meinem ersten Chemnitz-Post.) Da ich eine Schwäche für Streetart habe, habe ich mir diesmal wieder einen kleinen Streifzug durch die Stadt gegönnt und meine Eindrücke festgehalten.

Streetart in Chemnitz 2017

Auf dem Kaßberg gibt es weniger Graffiti als in anderen Vierteln (wahrscheinlich weil die Jugendstilhäuser dort bereits so detailreich verziert sind). Aber ein wildes Exemplar habe ich doch an einem Garagenhof gefunden.

wilder Geselle am Kaßberg - Streetart in Chemnitz

Etwas fröhlicher gestimmt scheint dieser kleine Mann zu sien, den ich auf dem Weg hinunter ins Zentrum getroffen habe.

kleiner Superheld

Hinter dem Chemnitzer Rathaus wird es dann bunt. Ziemlich gefräßig wirkt dieser Müllcontainer:

gefräßiger Container

Richtig toll fand ich diese fünf Helden, wobei mir der kleine Wicki mit der dicken Friedenstaube am besten gefällt.

5 Comic-Helden

In der Straße der Nationen traf ich diesen fröhlichen Gesellen:

fröhlicher Knilch

Er hat offensichtlich einen etwas skeptischer gestimmten Verwandten in Richtung Brühl:

skeptischer Knilch

In Brühl habe ich auch diese prächtigen Gemälde in einem Durchgang gefunden; das erste wirkt auf mich wie eine Weltraumschlacht. Es könnte natürlich auch etwas ganz anderes sein.

Weltraumschlacht oder etwas anderes

Kein Wunder, dass da alle Suchmaschinenköpfe erst einmal die Hände hoch nehmen:

Hände hoch in Brühl

Bei meinem ersten Besuch in Chemnitz sind mir vor allem die künstlerisch verzierten Stromverteilerkästen aufgefallen. Da habe ich diesmal zwei weitere sehenswerte Exemplare entdeckt. Ich weiß gar nicht, warum ich den schönen Falter am roten Turm nicht vorher bemerkt hatte. Er ist übrigens von Friedrich Benzler, der im Auftrag des örtlichen Energieversorgers insgesamt 15 Verteilerkästen in der Stadt verschönert hat.

Schmetterling von Friedrich Benzler

Sehr passend finde ich auch das Bücherregal beim Karl-Marx-Kopf. Das hätte Marx bestimmt gefallen – auch wenn „Das Kapital“ offensichtlich nicht im Regal steht …

Stromverteilerkasten alias Bücherregal am Nischel

Ich bin schon gespannt darauf, was ich bei meinem nächsten Besuch in der Stadt an Streetart in Chemnitz entdecken werden!

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. So viel Streetart, aber wenn Sie schon auf dem Brühl waren, hätten Sie bis zum Ende laufen müssen. Dort werden mehr und mehr Fassaden mit Graffiti verschönert, dagegen sind Stromkästen und Gesichter kindergekritzel 😉 Professionelle Graffiti sehen auch viel schöner aus, als dieses wilde Geschmiere. Das ist Sachbeschädigung und hat in meinen Augen nichts mit Kunst zu tun.

    • Oh, das ist ein guter Tipp, das hole ich bei meinem nächsten Besuch in Chemnitz nach. An diesem Abend war ich leider zu spät dran am Brühl, es wurde schon dunkel.

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